20
Jahre "Projekt Kunst im Strafvollzug" bedeutet in nüchternen
Zahlen: Genau 140 MitarbeiterInnen insgesamt und durchschnittlich 80
Kursplätze pro Jahr für die Gefangenen. 20 Ausstellungen wurden
in dieser Zeit gezeigt, von Berlin bis München an verschiedenen
Orten über das ganze Bundesgebiet verteilt..
..die Kurse werden von einem Team mit mindestens zwei Personen geleitet.
Dies gewährleistet eine genügend intensive Beratung und Betreuung
der Teilnehmer..
..Die Arbeit im Gefängnis wird vom wöchentlichen "Plenum"
begleitet, in dem die Kursarbeit übergreifend geplant, koordiniert
und reflektiert wird. Hier werden aktuelle Probleme erörtert und
spezifische Thematiken debattiert. Ebenso werden in diesem Rahmen Ausstellungen
und andere Öffentlichkeitsarbeit konzipiert und vorbereitet..
..Nach wie vor gehören jeweils StudentInnen - der Universitäten
Frankfurt und Gießen - zu den externen MitarbeiterInnen des Projektes..
(Regina Börke)
Dass
jeder entsprechend seiner Möglichkeiten ein künstlerisches
Werk ferig stellt, ist ein Ziel unserer Arbeit. Bedenkt man die langwierigen
und komplexen technischen und gestalterischen Prozesse bei der Radierung,
ist es um so höher zu bewerten, dass bisher alle Teilnehmer, sofern
sie nicht verlegt oder abgeschoben wurden, ihre Arbeit zu Ende geführt
haben. Sie können dann berechtigterweise sehr stolz auf ihre Radierungen
sein, zumal diese sich auch außerhalb des Kurses vorzeigen lassen.
(Radierung von Norbert Cloß: "Dämonen" /
anläßlich 100 Jahre Gefängnis Butzbach)
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